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Aus bei mit nach von zu seit

Ausstellung begleitet von Guillaume Bijl

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8.3. - 28.04.2002, Eröffnung am 8.3.2002 um 20:00 h

   
 

 

Aus bei mit nach von zu seit dem Wintersemester 2001 hat Guillaume Bijl die Klasse von Paul Isenrath an der Kunstakademie Münster übernommen. Die erste Ausstellung in dieser neuen Zusammensetzung ist hier im Künstlerhaus Dortmund zu sehen.

 

  Teilnehmende KünstlerInnen:

Die Bijl-Klasse:
Alex Jimenez Mora, Andreas Märker, Anna Jankowski
Changwon Lee, Damaris Salewski, Dirk Henning, Edith Micansky, Eunyoung Lee
Filipe Vieira, Ingo Schnieders, Jan Deyrieux, Johanna Reich-Ziegenthaler
Justine Stempkowski, Katrin Wolkowicz, Manuela Martmann, Maria Hamprecht
Matthias Fechner, Mee-Wha Lee, Sekyung Lee, Simone Stecker, Stephanie Brysch
Susanne Kutter, Theresa Fröhlich, Ung-Pil Byen

 

Das künstlerische Spektrum der Klasse:
Foto, Skulptur, Performance, Film, Malerei

Hauptsächlich werden humorvolle konzeptuelle Arbeiten erstellt,
sowohl minimal als auch in detaillierten Geschichten.

Hier einige Beispiele .......

 
   
 
Max Sudhues

*1977, seit 1999 Studium an der Kunstakademie Münster bei B. Ikemann, P. Isenrath und G. Bijl.
 
 

 
  Detail aus „Zweite Kiste", 2001
Es gibt Tango tanzende Kartoffeln, drehende Buddhas auf Hochhäusern, tibetische Stadtplanschwierigkeiten im Koffer, kleine rote Vögelchen in Kisten, Papierschiffe auf hoher See...
ein paar seltsame Zustände, ein paar Geschichten. Die kommen auch noch und immer wieder.
 
   
 

Kathrin Maria Wolkowicz
*1981, seit 2000 Studium an der Kunstakademie Münster bei Magdalena Drebber, Bernd Ikemann,
Gunther Keusen und Guillaume Bijl

Videoarbeit (ohne Titel)
Der Monitor zeigt mein Gesicht, die Kinnpartie ist abgeschnitten. In einer Schleife aus drei verschiedenen je zweiminütigen Teilen bohre ich zunächst mit den Fingern in der Nase, dann in den Zahnzwischenräumen und schließlich in den Ohren. Bei diesen Vorgängen wechsele ich zwischen dem eindringlichen Blickkontakt zum Betrachter und dem nachdenklichen In-sich-selbst-Hineinschauen. Es geht dabei nicht nur um Provokation, um den öffentlichen Vollzug einer Handlung, die in der Gesellschaft als „unfein" gilt. Sondern es geht auch oder mehr um das Verhältnis einer Person zur Außenwelt. Indem ich die Körperöffnungen Nase, Mund und Ohren „verstopfe", breche ich zeitweilig den Kontakt zu meiner Außenwelt ab und nehme mich von innen wahr.

 
   
     
  Ung-Pil Byen
*1970 in Sang-Hung, Süd-Korea ,1989-96 Studium(Freie Kunst) an der Dong-Guk Universität in Seoul
1990-92 Militärdienst , seit 1997 Studium an der Kunstakademie bei Georg Har tung, Paul Isenrath, Guillaume Bijl
 
 

Ausstellungen
1996 Performance in Kyoung-In Galerie in Seoul
2000 Gif-Animation, Hawerkamp, Münster
2001 Aktion" Ein Himmel, eine Erde, eine Menschheit" in Düsseldorf
koreanische Künstlergruppe 0082, Kunst-Verein Ochtrup, Filmfestival Münster
Förderpreisausstellung (Preisträger), Hawerkamp, Münster

 
     

Maria Hamprecht
1975, seit 1995 Studium an der Kunstakademie Münster bei Mechthild Frisch, Paul Isenrath (Meisterschülerin), Guillaume Bijl. 1999/2000 Auslandssemester am Kensigton&Chelsea College, London

Der Teppich entstand nach einer Reihe von Zeichnungen nach Fernsehkrimis.
Besonders fasziniert mich in Krimis die Spannung zwischen der Realität und der Fernsehwirklichkeit, in der Mord zum Alltag eines jeden zu gehören scheint, und damit auch so umgegangen wird. Die Mitte des Teppichs zeigt eine Leiche, umgeben von einem Muster aus Messern und Pistolen.

 
 

Theresa Frölich
*1977, 1997-2000 Studium der Germanistik und Theologie in Bonn und Münster, 2000 2 1/2 monatiges Praktikum in Bombay, Indien, seit 1999 Studium an der Kunstakademie bei Paul Isenrath, Guillaume Bijl

In der Arbeit für die Ausstellung in Dortmund konturiere ich stickend Situationen, die Kommunikation, Beziehungen und Verbindungen zwischen Menschen aufgreifen. Allerdings wird die Arbeit nicht von der Vorderseite, auf der die jeweilige Situation zu sehen ist, gezeigt, sondern von der Rückseite. Es ergeben sich neue Zusammenhänge durch Verbindungslinien-Fäden, durch herunterhängende Fadenenden, durch Fehlen von Konturen, die nur auf der Vorderseite zu sehen sind,... Der Materialträger, weißer stark gestärkter Baumwollstoff, läßt jedoch die Vorderseite schwach durchscheinen, so daß selbst bei komplitzierten Motiven, bei konzentrierter Betrachtung, die Situation entschlüsselt werden kann.

 
 
 

Se-Kyung Lee
*1973 in Seoul, Korea, 1992-1996 Studium an der Sungshin Frauenuniversitþt College of Fine Arts in Seoul, Korea Fachrichtung: Keramik Seit 1999 Kunstakademie MŸnster bei Guillaume Bijl

Haare auf dem Teller
Ich arbeite mit menschlichem Haar, das auf natŸrlichem Weg ausgefallen ist. Mit diesen Haaren habe ich Teller dekoriert, die ich jetzt als Sammlung zeige. Damit mšchte ich unseren Geschmacksinn provozieren: Sind die Haare auf dem Teller nun schšn oder ekelerregend?

 
       
 

 

Chang Won Lee
*1972 in Inchon, Korea, 1991-1997 Nationale Universität Seoul, Korea College of Fine Arts Hauptfach: Bildhauerei, eit 1999 Kunstakademie Münster bei Guillaume Bijl

 
Reflexion
Eine Wandinstallation zeigt ein unscharfes Bild. Auf Holzleisten liegende Streifen von einem zerschnittenen Fotoprint reflektieren sich an der Wand. Es handelt sich um eine doppelt reflektierte Realität: zum einen gibt es die Spiegelung der Realität als Foto, zum anderen sieht man die Spiegelung des Fotos an der Wand, als ein Bild aus Licht.
     
 

 

Johanna M. Reich-Ziegenthaler
*1977, 1997-1998 Lehramtsstudium (Musik/Theologie) in Bayreuth, 1998-1999 Ausbildung in der Werkbund Werkstatt Nürnberg, seit 1999 Studium an der Kunstakademie Münster bei Paul Isenrath, Guillaume Bijl

 
Lebendiges Stilleben, ein dreidimensionales Bild mit Person
Eine Raumsituation, in der völlig unbeweglich ein Mensch sitzt, auf einem Stuhl vor dem gedeckten Kaffeetisch, Kuchen und Kaffee noch unberührt… Gegenstände, Boden, Wand und Person sind in der Farbigkeit angemalt, die sie in Wirklichkeit besitzen, jedoch nicht als Trompe-l’oeil, sondern in einer matten Farbigkeit – in ihrer Hauptfarbe betont und zusammengefasst. (eine Birne ist völlig gelb angemalt, obwohl sie von Natur aus auch Brau- und Gelbtöne besitzt). Dies lässt die echten Gegenstände unecht erscheinen. Lebendiges leblos und steril – und doch lebt das „Stillleben" – es duftet, verschimmelt, verwelkt und atmet kaum merklich.
 

Matthias Fechner

*1977 , seit 1997 Studium an der Kunstakademie bei G. Hartung, P. Isenrath (Meisterschüler), G. Bijl
 
   

Aus vielerlei Gründen, die hier nicht erläutert werden können, kann man vermuten, daß die Bijl-Klasse sicherlich nicht bei einer bloßen Sprachübung verbleiben, sondern mit großer Liebe zum Detail nach Dingen suchen wird, von denen man glaubte, sie längst gefunden zu haben, seit man erwachsen wurde.

 
 

Organisation: Reinhild Kuhn, Elly Valk-Verheijen

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