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Inner Spaces
Konstruktionen als Projektionsfläche



1. September – 15. Oktober 2006

   
   
Eröffnung: Freitag, 1. September 2006

   
     
 

Teilnehmende KünstlerInnen:

Paolo Inverni (*1977, Turin)
Patrizia Karda (*1973, Zürich)
Alexandra Ranner (*1967, München)
Thorsten Schneider (*1976, Köln)
Max Sudhues (*1977, Antwerpen
Stefan Wischnewski (*1975, München)

 
   
   
 

In der Ausstellung "Inner Spaces. Konstruktionen als Projektionsfläche" werden mittels Installation, Fotografie und Video Räume eröffnet. Die sechs eingeladenen Künstler nähern sich auf narrative, formal ästhetische, konzeptionelle, verspielte, aber auch psychologische Art und Weise der Konstruktion und dem Raum. Ironie, Humor und Absurdität spielen bei der Realisierung eine große Rolle. Die so entstehenden Werke loten die verschiedenen Deutungen von Konstruktionen aus: Als real gebautes Gerüst bilden Konstruktionen den Rückhalt installativer Arbeiten. Inhaltlich ist eine Konstruktion gedankliche Bedingung der Werke. Diese Werke wiederum sind Bedingung der Gedankenkonstruktionen des aktiven Betrachters. Die verschiedenen Gedankenräume können durch den Betrachter erkundet werden, wobei unterschiedliche Stimmungen in den Arbeiten Anlass sind, sich eigene Gedanken- und Vorstellungsräume durch das Gesehene und Erlebte zu erschließen. Die scheinbare Präzision der konstruierten Bilder und Räume wird durch den Betrachter in komplexere Visionen umgewandelt.

Die Künstler haben für "Inner Spaces. Konstruktionen als Projektionsfläche" größtenteils neue Arbeiten vor Ort realisiert.

 

 

     
  Thorsten Schneider  
 
 
 
ohne Titel (aus: "Projekt", 2004), Fotoarbeit
   
  Thorsten Schneider baut Skulpturen, um diese dann mittels der Fotografie auf eine zweidimensionale Fläche zurückzubringen und nimmt damit das skulpturale Moment wieder zurück. Die Skulpturen sind bei Thorsten Schneider eine Täuschung, da sie nur temporär von Bestand sind, denn nach der fotografischen Dokumentation werden sie wieder in ihre Einzelbestandteile zerlegt.  
   
 
  Patrizia Karda
 
 
 
   
 
Zimmer, 2006, Rauminstallation
 

Patrizia Karda arbeitet bei ihren nicht rein fotografischen, installativen Arbeiten nach dem umgekehrten Prinzip. In konkreter Bezugnahme auf die vorhandene Architektur schafft sie eine dreidimensionale Projektionsfläche und hebt somit die Zweidimensionalität des projizierten Fotos zugunsten eines illusionistisches Raumerlebens auf.

 
 
     
  Stefan Wischnewski
 
 
 

 
   
Implantat, 2006, Rauminstallation
 
   

Stefan Wischnewski entwickelt eine für den Betrachter begehbare Raumskulptur. Seine Arbeit wird zu einer Art Erlebnisarchitektur. Mit ironisch kritischer Distanz schafft er einen Übergang zwischen Außen und Innen, eine Verbindung zwischen Kunstraum und dem Alltagsleben.

 
 
     
Paolo Inverni
 
 
 
   
luci, 2006, Video und Sound
   
  Paolo Invernis Video-Klang-Arbeit führt reale Lebenssituationen in Echtzeit vor. Anhand der Aufnahmen von des nachts erleuchteten Fenstern und der Geräuschwelt der Umgebung wird die Grenze zwischen dem Innen- und Außenraum deutlich, da nur der Außenraum akustisch wahrnehmbar ist. Der neugierige Blick wird zwar nach Innen gelenkt, kann aber nur bedingt in die fremde Lebenswelt eindringen.
   
     
Max Sudhues
 
 
 
 
Von Innen nach Außen nach Innen, 2006, multimediale Rauminstallation
   
  Max Sudhues baut einen Parcours aus einfachen Gegenständen und Projektionen, in der jedes Teilelement als Einzelbild seine Gültigkeit behält. Es entstehen poetische Arbeiten, die kleine, manchmal auch skurrile Geschichten erzählen. Die Gegenstände werden lebendig und scheinen ihren „wahren“ Charakter zu entblößen. Durch Verrückung und Entfremdung des Blickwinkels spricht Max Sudhues die Fantasieräume des Betrachters an.
   
     
Alexandra Ranner
 
 
 
 
April, 2006, Video
   
  Alexandra Ranner gewährt uns einen voyeuristischen Blick auf die Bühne des Lebens. Ihre kulissenhaften Präsentationen sind der Umraum für vielschichtig lesbare Situationen, da das Gezeigte oftmals im Geheimnisvollen verbleibt.
   
   
 

Einladungskarte ©: Marita Theiling
Foto
©: die Künstler und Reinhild Kuhn | © Christoph Bangert (Eröffnung)

Organisation: Reinhild Kuhn | Maija Julius (Berlin)

unterstützt von Sparkasse Dortmund, Pro Helvetia, Mercedes-Benz Niederlassung Dortmund