< zur Übersicht 2009
 
 
   
 

KUBATUREN

mediale Konstruktion von Räumen

15. Mai bis 21. Juni 2009

   
   
Eröffnung: Freitag, 15. Mai, 20 Uhr
Öffnungszeiten: Do - So, 16 - 19 Uhr

   
     
 

Teilnehmende KünstlerInnen:

Anina Brisolla (Berlin)
Kalinka Gieseler (Leipzig)
Karina Nimmerfall (Berlin)
Josef Schulz (Düsseldorf)
Thomas Woll (Düsseldorf)

 
   
   
 
 

 

     
 

Fünf Künstler beziehen Positionen zu den Themen Raum, Architektur und deren heutige mediale Wahrnehmung und Konstruktion. Der Begriff Kubatur bezeichnet in der Architektur das Volumen eines Bauwerks und verweist auf dessen räumlichen Gegensätze: das Aussen und das Innen.

 
 
 
 
 

 Eröffnung, 15. Mai

 
 

Karina Nimmerfall hebt in ihrer Arbeit „Vertical Villa“ diesen Gegensatz auf. Einsichten in ihre Modellbauten bringen dem Betrachter jedoch nicht die zu erwartende Orientierung, die anfängliche Übersicht geht in ihren medialen Landschaften verloren. Mit Hilfe von Videoprojektionen, Computersimulationen, Photos und Zeichnungen schafft die Künstlerin modellhafte Rauminstallationen.

 
   
   
 
Karina Nimmerfall, "Vertical Villa"
 

     
 

Josef Schulz (Fotografie) und Thomas Woll (Objekt), zwei Düsseldorfer Künstler, untersuchen das Außen. Schulz führt in seiner fotografischen Arbeit Gebäude auf ihre Konstruktionsidee zurück und erweitert sie um virtuelle Räumlichkeit. Das gefundene Material wird digital geteilt, verändert und zusammengeführt, bis eine erweiterte architektonische Ästhetik erreicht ist.

Wolls installative Gebilde aus Holz, Putz und Röhren bahnen sich ihren Weg durch den Raum und gehen eine Verbindung mit ihm ein. Mit den räumlichen Anordnungen zitiert der Künstler Orte und Unorte, die uns bekannt vorkommen, gleichzeitig jedoch seltsam austauschbar und funktionslos sind. Die an sich harmlosen Materialien werden so zur Science-Fiction-Bedrohung.

 
 
   
 
Josef Schulz, Halle grau


Thomas Woll, N.N.
 
 

 
     

Kalinka Gieseler entwickelt in ihren fotografischen Serie „annähernd“ einen spielerischen Umgang zwischen Gegenstand und Abbild. Eine konsequente formale Begrenzung führt den Betrachter auf Abwege, aus denen er erst langsam und durch Betrachtung und Vergleich der einzelnen Bilder Orientierung finden kann.

 
 
 
 
Kalinka Gieseler, aus der Serie "Ungefähr"
   
     
 

Ähnlich erzählt Anina Brisolla in ihren Videoarbeiten ihre Geschichten eher durch Weglassen als durch demonstratives Erzählen. In ihrer Videoarbeit „Rest“ von 2007 erzählen Zeitlupenfahrten durch leere Zeichentrickräume eine Geschichte von Farbe, Licht und Stille. Es fehlen die Protagonisten und es fehlen die rasanten Kamerafahrten und die begleitende Musik. Die Überinszenierung der leeren Comicräume erzeugen das Geräusch der Einsamkeit.

 
 
   
 
Anina Brisolla
 
 

 
   
 

Konzept und Organisation: Julian Faulhaber, Hannes Woidich
Abbildungen ©: die KünstlerInnen, Eröffnung: Jens Sundheim und Marco Wittkowski


unterstützt durch: Sparkasse Dortmund, Kulturbüro der Stadt Dortmund