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Zugriff!

Arten der Aneignung von künstlerischen Vorbildern

3. April bis 3. Mai 2009

   
   
Öffnungszeiten: Do - So, 16 - 19 Uhr
   
     
 

Teilnehmende KünstlerInnen:

Martin Dege (Kassel), Video
Sven Drühl (Berlin), Malerei
Margret Eicher (Düsseldorf), Malerei
Jason Lazarus (USA), Fotografie
Ute Litzkow (Berlin), Zeichnung
Lisa Rastl (Wien), Fotografie

 
   
   
 
 

 

     
 

Die Ausstellung "Zugriff!" soll zeigen, welche verschiedenen Modi des Zugriffs auf künstlerische Vorbilder Künstlerinnen und Künstler an den Tag legen. Das heißt, es geht um Arbeiten und Positionen, die sich offensichtlich auf vorhergehende Arbeiten beziehen, sie auf unterschiedliche Weise in den Blick nehmen und sich einen eigenen, neuen Zugriff auf die Vorbilder erarbeiten.

Das Zitat, die Montage, die Paraphrase, die Überarbeitung, das Pasticchio, ja auch Kopie und die Parodie zählen zu den Möglichkeiten des Künstlers, Zugriff auf die Bildgeschichte zu nehmen. In der Art des Zugriffs wird die Haltung des Künstlers zum vorliegende Material sichtbar, er benutzt die Vorbilder vor allem, um seine eigene Position zu bestimmen und zu befestigen. So werden über den rein ästhetisierenden Rückgriff hinaus Traditionen genutzt, um bildliches Neuland zu betreten.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

 
 
 
 
Eröffnung: Freitag, 3. April 2009
 

 

 
  Martin Dege  
   
   
 
 

Nue descendante un escalier, 2006 (oben: Videostill)

Deges Video kombiniert die Bewegungsstudien von Edward Muybridge, die kubistisch-futuristische Malerei von Marcel Duchamp und Gerhard Richters in bezug auf die Fotografie entstandene Arbeit „Ema“ zu einer neuen Arbeit und verlegt den Schauplatz auf eine Kaufhausrolltreppe.

 
 
     
  Sven Drühl  
 
   
   
 

 

CDFNN-(Undead), 2008 (Courtesy Galerie Michael Schultz, Berlin)

Drühls Ansatz basiert darauf, eine Art Remix kunsthistorischer Vorlagen zu produzieren, die in einer stark auf Grundlinien reduzierten Form die Vorbilder zwar noch erahnen lassen, aber den jeweiligen Kontext auflösen und den meist narrativen Charakter der Originale auf ein Minimum herunterfahren. (Peter Gerlach)

 
 
     
Margret Eicher  
 
 
 
   
 

Freche Kopie! 2002/3 (Courtesy Arteversum, Düsseldorf)

Das der Serie „Freche Kopie!“ zugrundeliegende Material ist aus den Printmedien gewonnen, digital zusammengeführt und materiell beglaubigt: So sieht eigentlich nur Georges de la Tour aus. Was als Malerei-Fake daherkommt, ist in Wahrheit ein Angriff auf unsere Begriffe von Provenienz und Realität – Eicher geht es um tiefgreifende Irritationen.

   
     
  Jason Lazarus  
 
   
   
 

 

Jasper Johns print wrapped in the American flag, 2007 (Courtesy Kaune, Sudendorf/Köln)

In einem US-amerikanischen Auktionshaus hat Lazarus die Werke berühmter Kollegen in neuem fotografischen und dabei häufig humorvoll-verständnisinnigem Zusammenhang wiederbelebt. Es entsteht ein Selbstporträt des Künstlers vermittels anverwandelter Vorbilder.

 
 
     
Ute Litzkow  
 
 
 
   
 

o.T.

In akribischer Arbeit entstehen in Litzkows Atelier hochkomplexe Verschränkungen japanischer Landschaftsauffassungen von Hokusai mit z.B. den zeichnerischen Auffassungen von Claude Lorrain.

   
     
Lisa Rastl  
 
 
 
 
 

o.T., 2007

In einer Serie von Arbeiten befasst sich Rastl mit dem Werk der amerikanischen Appropriation-Künstlerin Louise Lawler.

   
   
 

Einladungskarte ©:
Abbildungen
©: die KünstlerInnen

Organisation: Dr. Peter Schmieder

unterstützt durch: Sparkasse Dortmund, Kulturbüro der Stadt Dortmund